Oberhausen – Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen (DMS) in der Landesliga Westfalen erlebte eine ambitionierte SG-Mannschaft von 10 Mädchen einen ereignisreichen Wettkampftag. Am 11. Januar schwammen sie sich durch insgesamt 34 Wettbewerbe, von 50 m bis 1500 m, über alle vier Schwimmarten und alle relevanten Lagenstrecken. Die Streckenvielfalt umfasste dabei 50 m, 100 m und 200 m pro Schwimmart, sowie 800 m und 1500 m Freistil und 100 m, 200 m sowie 400 m Lagen. In der Landesliga Westfalen gingen insgesamt fünf Frauenmannschaften an den Start, darunter Vereine aus Mülheim, Siegen, Gelsenkirchen und Essen Steele.
Die Mannschaft hatte sich in den Wochen vor dem Wettkampf intensiv im Wasser vorbereitet. Im vergangenen Jahr war der Aufstieg in die Landesliga der erste dieser Art gewesen – eine Tatsache, die Aufregung, aber vor allem Motivation geschaffen hatte, auch im ersten Landesligajahr starke Leistungen zu zeigen. So zählte der Wettkampftag für das Team von Anfang an als neuer Meilenstein, der beweisen sollte, dass sich der harte Trainingsfleiß auszahlen würde.
Den Auftakt machte Emma Heukamp über die 100 m Lagen – 1:11,98, ein klares Zeichen, dass der Fokus im Training greift. Im Anschluss stürmten Franziska Pälmke (200 m Kraul), Jule Bockholt (100 m Brust) und Merle Bockholt (200 m Rücken) ins Becken und zeigten mit ihren Leistungen, dass sich das Training der letzten Wochen bezahlt gemacht hat. Charlotte Hipper ließ kurz darauf die 100 m Schmetterling in 1:12,44 hinter sich – eine fließende Eleganz, die das Wasser fast schimmern ließ. Nicht lange danach stand Annika Wiesner auf dem Startblock, um die 800 m Kraul anzutreten; 11:01,32 spiegeln Durchhaltevermögen wieder. Dann trat Johanna von Depka über 200 m Brust an, ihrer Lieblingslage, und sorgte mit einer persönlichen Bestzeit von 3:01,85 für ein leises, stolzes Aufatmen im Becken. Kurz darauf sprang Theresa Lammert für die 400 m Lagen ins Wasser, jede Strecke bewusst verteilt und mit einem zufriedenen Lächeln o, Gesicht – ganz klar: Training trifft Technik. Dann stand der zweite Abschnitt an – dieser brachte einige Vereinsrekorde mit sich. Zuerst standen wieder die 100m Lagen an, aber diesmal geschwommen von Sina Krieter. Es folgten die 200m Freistil von Charlotte Hipper – mit einer Zeit von 02:14,21 unterbot sie ihren eigenen Vereinsrekord. Nach einigen kürzeren Strecken standen für Theresa Lammert die 1500m Freistil an. 60 Bahnen auf und ab –ihr Durchhaltevermögen war gefordert und am Ende auch bis aufs letzte bisschen ausgereizt, aber es hat sich gelohnt: Theresa hat mit einer Zeit von 20:54,57 einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Aber es sollte nicht nur bei zwei neuen Vereinsrekorden bleiben. Franziska Pälmke machte es ihr über die 400m Lagen nach und holte sich auch hier den Vereinsrekord. Und so setzte sich der Tag fort, mit mehreren Starts jeder Schwimmerin in ihrer Speziallage, mal mit ruhiger Selbstsicherheit, mal mit entschlossener Angriffslust. Am Abend blieb eine stolze Bilanz: 14.274 Punkte und die Zufriedenheit, in der Landesliga Westfalen mit Kraft und Teamgeist zu bleiben.
Mit Blick auf Technik, Ausdauer und Teamgeist zeigten die 10 Schwimmerinnen eine engagierte Performance über alle Disziplinen hinweg. Trainerin Petra Rehsöft ist mehr als zufrieden: „Ich bin stolz auf die Mädels. Alle haben sich die letzten Wochen wirklich fokussiert auf diesen Tag vorbereitet und heute ihr Bestes gegeben. Auch wenn Schwimmen eigentlich eine Einzelsportart ist, heute haben sie als Team einen weiteren Meilenstein gesetzt – Ligaerhalt in der Landesliga. Das gab es noch nie!“ Der Tag bestätigte den positiven Trend des vergangenen Jahres und ließ hoffen, dass sich das Team auch künftig in der stark besetzten Landesliga Westfalen behaupten kann.